Dritte Seite
An der Uni haben wir uns kürzlich durch ein Bewerbungsseminar gequält, welches sich dann aber doch noch als sehr interessant und nützlich entpuppte – dort erfuhr ich erstmals von der so genannten dritten Seite, welche bei Bewerbungen von Hochschulabsolventen einen immer höheren Stellenwert genießt. Stellenangebote weisen freilich noch nicht auf diese ominöse dritte Seite explizit hin, sie ist aber im Kommen und wird von immer mehr Bewerbern genutzt um sich von der Masse abzuheben. Dass es so etwas wie eine dritte Seite zur individuellen Gestaltung mit Soft Skills und Schlüsselqualifikationen gibt, hatte ich zuvor nur von einem amerikanischen Austauschstudenten gehört, welcher uns berichtet hatte, dass im englischsprachigen Raum den Soft Skills und Schlüsselqualifikationen eine höhere Wichtigkeit beigemessen würde.
Gängig aktuell in Deutschland ist nun also, auf der dritten Seite näher aufzuführen, worum man sich bewirbt, weiterhin werden zusätzliche Angaben zur eigenen Person gemacht und schließlich weitere relevante Eckpunkte aufgeführt, welche für die potentielle Tätigkeit von Interesse sein könnten. Ganz neu sind diese Zusatzangaben jedoch nicht, hat man sie doch in verkürzter Form meist innerhalb des Lebenslaufs untergebracht. Im Grunde genommen stellt man auf der dritten Seite also ausformuliert noch einmal dar, warum man für die jeweilige Wunschposition denn ideal geeignet ist. Die Aufführung von Soft Skills wie z.B. Teamfähigkeit macht sich hier sehr gut, muss aber entsprechend belegt werden. Bei den Schlüsselqualifikationen geht man näher auf berufliche und private Erfahrungen ein, welche sich auf den gewünschten Job beziehen – meist finden hier ja im Lebenslauf nicht alle relevanten Fakten ihren Platz und werden so noch einmal aufgearbeitet.