Ich lebe bereits seit meiner Kindheit im wunderschönen Örtchen Karlsruhe und ich kann mir keinen schöneren Ort vorstellen, wo ich leben möchte. Hier habe ich alles, meine Freunde, meine Familie, natürlich den KSC – es ist schon fast Pflichtprogramm die Jungs anzufeuern, wenn sie spielen – und natürlich auch meine Arbeit und jede Menge Shoppingmöglichkeiten.
In meiner ziemlich knapp bemessenen Freizeit statte ich immer wieder gern unserem Schlösschen einen Besuch ab. Dort im Park kann man Kraft und Ruhe tanken und sich an der Pflanzenpracht erfreuen. Im Schloss selbst war ich noch nicht so oft, ich nehm es mir zwar immer wieder vor, aber dafür reicht die Zeit dann einfach nicht aus. Es gibt auch im ganzen Jahr sehr viele Veranstaltungen in Karlsruhe, die ich mir ansehen möchte, so dass das schloss dann immer wieder in Vergessenheit gerät. Allerdings denke ich, geht es den meisten Menschen so, die solche ehrwürdigen Sehenswürdigkeiten direkt in ihrer unmittelbaren Umgebung haben. Man fährt lieber weg und schaut sich Sehenswürdigkeiten andernorts an, als mal seine Möglichkeiten vor Ort zu nutzen. So verschlägt es mich auch gelegentlich mit meinen Freunden nach Offenburg. Die Offenburger haben auch eine Menge zu bieten, sowohl an Einkaufszentren als auch an Veranstaltungen. Zwischendurch muss ich jedoch immer wieder mit meinen Freundinnen und männlichen Bekannten in einem Biergarten einkehren und die Fußballspiele verfolgen. Gerade wenn dann unsere Mannschaft spielt, dann tobt der ganze Biergarten und wir jubeln und feiern was das Zeug hält – vorausgesetzt, sie gewinnen. Doch selbst wenn nicht – wir halten trotzdem zu ihnen, denn echte Fans kriegt man nicht so schnell unter.
Im vorigen Herbst war in unserem kleinen Nest im uckermärkischen Brandenburg echt was los. Ich staunte auch nicht schlecht, als die neuen Mitbewohner aus der Schweiz ihr Domizil, das sie sich ausgerechnet in unserem Nest ausgesucht hatten, bezogen. Zugegeben, dass dem lange leer gestandenen riesengroßen Bauernhof wieder Leben eingeflößt werden sollte, darüber freuten sich alle im Dorf. Aber wir fragten uns, was zieht ein Ehepaar aus der Schweiz in diese Einöde. Mittlerweile haben die Hitzigs das Haus und Anwesen ganz schön auf Vordermann gebracht, sie haben sich echt reingekniet und bereits viel erreicht. Für ihren Nachnamen können diese aus der Schweiz zugezogenen wohl nichts, aber untypischer für Leute aus der Schweiz hätte er wohl kaum ausfallen können. Ich finde es immer total lustig, wenn Frau Hitzig im Konsum einkaufen geht. Nun ja, in meinem Nest im Niemandsland gibt es sogar noch einen Konsum. Frau Hitzig aus der Schweiz kann sich noch immer nicht so gut artikulieren wie ihr Mann. Die Schweiz gehört zwar zum deutschsprachigen Raum, aber verstehen tun wir sie hier im Dorf fast gar nicht, das geht bei ihm schon besser. Sie erzählen gern und viel von ihrer Heimat. Aber sie wollten etwas vollkommen Neues beginnen und in der Schweiz Urlaub machen reicht ihnen jetzt aus. Sie fühlen sich pudelwohl in unserem einsamen Nest. Nun, in der Schweiz soll es ja auch noch so abgelegene Gegenden geben. Ich habe das in einem Reiseführer Schweiz gesehen. Einen Schweiz Urlaub könnte ich mir zwar vorstellen, dann aber an einem See.
Mein Vater ist großer Fan von Emerson, Lake & Palmer, kurz E.L.P.. Die drei Bandmitglieder Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer waren Idole seiner Jugend. Ich glaube, nur wegen ihnen hat er angefangen, Bass zu spielen. Mitte August feiert er seinen 50. Geburtstag. Und für den habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Ich will ELP wieder zum Leben erwecken. Die Originalbesetzung bekomme ich natürlich nicht wieder zusammen, das ist mir klar. Und selbst wenn, würde das wahrscheinlich meinen finanziellen Rahmen sprengen. Aber ich habe eine Art Doppelgängergruppe zusammengestellt. Ein guter Freund von mir ist Schlagzeuger, er kennt einen Bassisten und einen Keyboarder. Die drei konnte ich dafür gewinnen, zur Geburtstagsfeier ELP-Songs nachzuspielen. Für diesen Auftritt üben sie schon seit Wochen. Ich war auch einige Male bei der Probe. Von dem, was ich dort hörte, war ich richtig begeistert. Sie haben Lieder für eine Stunde einstudiert, die sie während der Feier spielen wollen. Und um noch authentischer zu wirken, haben sie sich auch Klamotten im 70er Stil und Perücken gekauft.
Ich kann den Gesichtsausdruck meines Vaters schon jetzt kaum erwarten, wenn er die Jungs auf der Bühne sieht. Seine Kumpels sind auch eingeladen. Auch sie waren ELP-Fans. Ich bin mir sicher, dass die Gruppe kaum zu stoppen sein wird. Und mich würde es auch nicht wundern, wenn mein Vater während des Auftritts auf die Bühne stürmt, den Bass nimmt und selbst Teil von Emerson, Lake & Palmer wird. Viele Songs konnte er früher im Schlaf spielen. Daran wird sich nicht viel geändert haben.
Mein Hündin Jackie ist meine beste Freundin. Normalerweise macht sie mir viel Freude, doch neulich hat sie mir einen Riesenschreck eingejagt. Wir waren in meinem Heimatdorf spazieren. Dort ist eine große Wiese, auf der ich sie immer frei herumlaufen lasse. Eigentlich hört sie ganz gut. Sie ist noch nie weggerannt. Bis vergangene Woche. Ich weiß nicht, was sie da geritten hat. Plötzlich rannte sie los. Auf mein Pfeifen und Rufen hat sie nicht reagiert. Sie rannte und rannte – bis zur Straße. Als sie die überquerte, kam gerade ein Auto. Der Fahrer legte eine Vollbremsung hin, drehte sich und landete im Straßengraben. Er stieg aus, schimpfte, schrie. Jackie war über alle Berge. Ich war wahnsinnig besorgt. Den Mann konnte ich gar nicht so richtig beachten. Der Unfall war mir egal, ich war nur froh, dass er meiner Hündin ausgewichen ist.
Einige Stunden später brachte sie ein Bekannter nach Hause. Er hatte sie zum Glück gefunden. Nach zwei Tagen war auch der Schaden am Wagen klar. 3500 Euro. Ich war noch nie so froh, eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung zu haben. Ursprünglich wollte ich sie gar nicht abschließen. Ich dachte, sie wäre nur verschwendetes Geld. Ich habe mich regelrecht über die Hundehalter-Haftpflicht geärgert. Schließlich habe ich ja keine Kampfhunde, dachte ich. Was sollte also passieren? Erst meine Eltern konnten mich mit Einsatz aller Überredungskünste davon überzeugen, die Hundehalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. Und die kommt jetzt zum Glück für die 3500 Euro Schaden auf. Allein hätte ich das Geld im Moment nicht bezahlen können. Ohne Versicherung wäre mir die Hundehalterhaftpflicht teuer zu stehen gekommen.
Meine Oma ist vergangenes Jahr gestorben. Ich war sehr traurig. Aber auch überrascht. Denn sie hinterließ mir ein richtig großes Erbe. 700000 Euro habe ich von ihr bekommen.
Was sollte ich nun aber mit diesem Geld anfangen? Ich habe mit einigen Leuten darüber gesprochen und mich dafür entschieden, den Großteil in Immobilien zu investieren. Ich lebe in Karlsruhe. Deswegen war für mich schnell klar, dass ich mir ein Haus in Karlsruhe oder in Karlsruhe und Umgebung zulegen möchten.
Zunächst habe ich mich im Internet über die verschiedenen Angebote informiert. Ich war erstaunt, wie viele Immobilien in Karlsruhe existieren. Mir ist dadurch schnell klar geworden, dass ich Hilfe von einem Makler brauche, weil ich mich einfach zu wenig in diesem Bereich auskenne. Der hat mir dann auch den Tipp gegeben, vor dem Kauf auf jeden Fall ein Immobilien Wertgutachten machen zu lassen. Im Angebot hatte er neben zahlreichen Häusern auch genauso viele praktische Versicherungen: Hausversicherung, Gebäudeversicherung, Leitungswasserversicherung. Um ehrlich zu sein, hat mich das noch mehr verwirrt. Und vor allem war ich mir nicht sicher, ob er mir helfen oder nur möglichst viel Profit aus mir ziehen wollte. Ich hatte schon die Befürchtung, mich niemals für eine Immobilie entscheiden zu können. Bis mir der Zufall in die Hand gespielt hat und ich meine Traumwohnung gesehen habe. Ohne weiter nachzudenken, habe ich sie mir gekauft. Jetzt besitze ich zwar nur eine Wohnung in Karlsruhe und nicht wie eigentlich geplant ein Haus, aber das muss ja nicht unbedingt das Schlechteste sein.
Den Kreditbetrag am Bankschalter gleich mit nach Hause nehmen? Der bequeme Barkredit macht’s möglich. Meist handelt es sich bei Barkrediten um Kleinkredite für Verbraucher, die mit einer schnellen und großzügigen Kreditprüfung vergeben werden. Üblicherweise genügen hierzu der Gehaltsnachweis der letzten drei Monate, sowie natürlich ein Ausweisdokument. Barkredite werden von privaten Banken, Sparkassen und auch über das Internet vergeben.
Jeder Barkredit ist ein Ratenkredit und muss inklusive seiner Zinsen in der vereinbarten Laufzeit zurück gezahlt werden. Da viele Institute für kleine Barkredite keine umfangreichen Prüfverfahren ansetzen, schlagen die Banken dieses Risiko in Form von erhöhten Zinsen auf den Kleinkredit auf. Attraktive Zinskonditionen von 3,5 % gibt es beim Barkredit also nur selten. In der Filialbank kann der Barkredit jedoch direkt am Schalter abgeholt werden und eignet sich somit für kurzfristige finanzielle Verpflichtungen, die bedient werden müssen. Auch der günstige Sofortkredit aus dem Internet kann als Barkredit ausgeschüttet werden, wenn der Kreditnehmer mit seinem Institut eine Barauszahlung vereinbart hat. Der Kreditbetrag wird dann nicht, wie üblich aufs Girokonto überwiesen, sondern kann bar am Schalter ohne nennenswerte Formalitäten abgeholt werden. Üblich ist die Barauszahlung für günstige Kredite aus dem Internet ohne Schufa, wobei das Zahlungsmodell meist gewählt wird, um möglichen Gläubigern keine Informationen über den neuen Kreditvertrag zukommen zu lassen. Ein Kredit ohne Schufa wird schließlich auch nicht in selbiger eingetragen. Gleich sind sich aber alle Kreditmodelle mit Barauszahlung: sie sind mit hohen Zinsen verbunden. Da der Barkredit meist von Risikogruppen in Anspruch genommen wird, deckt die Bank ihre Ausfallkosten mit angepassten Zinsen.
In der Schule musste ich neulich einen Vortrag über die DDR halten. Ich habe lange überlegt, wie ich das Referat aufbaue. Schließlich ist es nicht leicht, die Geschichte eines Landes, seine Eigenheiten und wichtigen Persönlichkeiten innerhalb einer halben Stunde vorzustellen. Irgendwann habe ich beschlossen, ein Thema aus der Gegenwart ins Zentrum meines Vortrags zu stellen: Ostalgie. Auf die Idee bin ich eigentlich durch die Mode gekommen. In meiner Klasse ist es nämlich im Moment total angesagt, DDR-Jacken zu tragen. Meine Mitschüler finden sie einfach nur cool. Genauso wie die DDR. „Früher war alles besser“, sagen sie gerne und haben dabei keine Ahnung, was genau sie damit eigentlich meinen.
Um mein Referat etwas anschaulicher zu gestalten, habe ich verschiedene DDR Produkte mit in den Unterricht gebracht: alte DEFA Filme, Monchhichis, Kittelschürzen, Klopapier, Schokolade, Kaffee, ein Spielzeugtrabant. Einige Sachen kamen meinen Klassenkameraden bekannt vor, andere hatten sie noch nie gesehen. Von der Serie Vier Panzersoldaten und ein Hund, von der wir am Anfang der Schulstunde eine Folge angeschaut haben, hatten sie noch nicht einmal gehört. Und viele Produkte, die ich ihnen präsentierte, fanden sie ziemlich doof. Für das dünne und harte Krepptoilettenpapier konnten sie nicht einmal ansatzweise Verständnis aufbringen, und das Plumpsklo, das ich ihnen auf einem Foto zeigte, wollten sie nicht im Traum benutzen.
Insgesamt ist mein Referat recht gut gelaufen. Mein Lehrer hat danach zu mir gesagt, dass alle mehr über die DDR gelernt hätten, als das bei einem Geschichtsvortrag möglich gewesen wäre. Und einige meiner Mitschüler hatten ihre DDR-Jacke seitdem nicht wieder an.